Hospizarbeit braucht Werbung

Im Gelsenkirchener Hospiz-Verein engagieren sich vor allem Ehrenamtliche. Aber in der Öffentlichkeit kennt uns längst nicht jeder. Deshalb sind wir dankbar, dass wir unsere Arbeit und das Engagement des Vereins bei der Ehrenamtsbörse am 11. Oktober im Hans-Sachs-Haus vorstellen durften. Es gab viele gute Gespräche mit Menschen, die sich immer schon einmal den Themen „Hospiz“ und „Sterben“ nähern wollten. Dieser Austausch war wertvoll. Wir haben voneinander gehört von den persönlichen Einstellungen und Erfahrungen mit dem Ehrenamt, aber auch wir konnten unsere Begeisterung für die Hospizarbeit zeigen und hoffentlich auch weitergeben. Unsere Flyer und Broschüren wurden gerne mitgenommen. Mal abwarten, wer sich für die Mitarbeit bei uns entscheidet und sich zum neuen Ausbildungskurs im Januar 2025 anmeldet.

Unser ganz besonderer Dank gilt der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen als Veranstalter der Ehrenamtsbörse und verlässlicher Kooperationspartner in der Werbung für bürgerschaftliches Engagement in Gelsenkirchen und vor allem unseren engagierten Helferinnen und Helfern. DANKE!

Das Team im Gespräch.   Fotos U. Schneider

Beitrag von Ulrich Schneider

Wald trifft Kunst

Trauer ist Liebe, die das Gegenüber verloren hat.

Wenn ein Mensch stirbt, gerät vieles aus dem Gleichgewicht. Wir finden keine Worte für das, was mit uns passiert. Vielleicht geht die tägliche Routine verloren. Die Seele sucht nach Halt.

Wir sind Anja Mertins-Krebs und Bea Thul. Wir engagieren uns im Gelsenkirchener Hospiz-Verein in der Begleitung von Menschen vor dem Sterben und danach. Aus eigener Erfahrung kennen wir die Trauer und den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen und die Leere und die Sprachlosigkeit, die das Unbegreifbare mit sich bringt.

Unser Programm „Wald trifft Kunst“ will helfen, Wege aus der Trauer-Ohnmacht zu finden. Gibt es dafür einen besseren Ort, als mitten in der Natur zu sein? Nein. Der Wald schenkt uns den Raum, zurückzufinden in ein neues Selbst, in eine neue Ordnung. Hier darf Trauer das sein, was sie ist. Achtsame Rituale, kreativer Ausdruck und die Kraft des Waldes helfen, die eigene Mitte zu fühlen und wieder zu entdecken, die eigene Stimme zu hören. Die Achtsamkeitsübungen helfen, im Hier und Jetzt zu sein, fördern Ausgeglichenheit und emotionale Stabilität, genauso wie angeleitete Atemübungen und das Singen von Mantras. Die Kunstprojekte in unserem Programm schaffen die Möglichkeit, all das zum Ausdruck zu bringen, was noch nicht ausgesprochen werden kann – Wut, Schmerz, Liebe, Hoffnung, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Überforderung. In kleinen Gruppen erleben Trauernde Gemeinschaft. Trauer wird geteilt und dadurch etwas leichter. In Ritualen und kreativem Arbeiten kann ein Andenken geformt werden, das Halt gibt, Loslassen (nicht das Vergessen) eingeübt werden, das beim achtsamen Weitergehen mit der Erinnerung im Herzen hilft.

Wir möchten euch – Hospizhelfer und trauernde Angehörige – anbieten, gemeinsam diesen Weg zu gehen, die Trauer zu verarbeiten. Dann kann neue Lebenskraft entstehen. Wir werben für die Teilnahme an unserem Programm und freuen uns auf eine Begegnung mit euch. Hier unser Angebot:

Anja Mertins-Krebs

  • Ausgebildete Waldbaden-Trainerin
  • Ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Hospizarbeit beim Gelsenkirchener Hospiz-Verein
  • Mehrjährige Erfahrung in der Begleitung sterbender Menschen und Trauerbegleitung
  • Erfahrungen in der Begleitung demenziell veränderter Menschen

Foto: privat

 Bea Thul

  • Freischaffende Künstlerin, Dozentin an der Kunstschule Gelsenkirchen
  • Coach für positive Psychologie
  • Ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Hospizarbeit beim Gelsenkirchener Hospiz-Verein
  • Mehrjährige Erfahrung in der Begleitung sterbender Menschen
  • Eigene Trauererfahrung beim Verlust geliebter Menschen

Foto: privat

Beitrag von Anja Mertins-Krebs und Bea Thul