Jahresplanung 2022

Liebe Ehrenamtliche,

die Jahresplanung 2022 ist, soweit die Termine und Veranstaltungen wieder ohne oder mit wenigen Beschränkungen wieder durchgeführt werden können, im Veranstaltungskalender einsehbar. Wir hoffen, wieder zum „Normalbetrieb“ zurückkehren zu können. All denen, die über die lange Zeit der coronabedingten Einschränkungen den Kontakt gehalten haben, gilt der herzliche Dank des Vorstands und von mir.

Herzliche Grüße

Ina de Cruppe

Auf der Suche nach Spiritualität

Auf der Suche nach Spiritualität
Bildungswochenende der Ehrenamtlichen des Gelsenkirchener Hospiz-Vereins

Eigentlich war das Thema irgendwie immer nebulös. Was ist Spiritualität? Und dazu noch in der Hospizarbeit? Wir wollen eine Antwort finden. „Spiritualität in unserer Hospizarbeit“ spannend und interessant genug, diesem Thema unser Bildungswochenende zu widmen.

Wir treffen uns am Freitag gegen 17:00 Uhr in der Katholischen Bildungsstätte Wasserburg Rindern. Bildungseinrichtungen haben fast alle ein Flair, etwas Atmosphärisches, das uns sofort anspricht. Es macht Lust auf Begegnung, Gespräche und das Kennenlernen. Nach dem Abendbrot treffen wir uns. Ein langersehntes Wiedersehen nach der Corona-Pause. Für uns so wichtig! Auch einige neue Gesichter sind dabei – Teilnehmerinnen des Befähigungskurses aus dem letzten Jahr. Wir finden anhand von Postkarten mit Zitaten zu Lebensweisheiten, den Gedanken, der heute Abend zu uns passt. Im Austausch darüber lernen wir uns wieder neu kennen, Freundschaften und die gemeinsame Arbeit verbinden. Die Runde schließt mit dem Auftrag, am nächsten Morgen direkt darüber nachzudenken, wie bin ich hier und was möchte ich heute tun.

Der Samstag beginnt mit einer kleinen Meditation. Henning Disselhoff, Pfarrer und Meditationslehrer zeigt uns eine kleine Übung, mit der wir in die Achtsamkeit gelangen können. Wir konzentrieren uns auf das Hier und Jetzt, fühlen in uns hinein, um die vielen Gedanken, die in unseren Köpfen ständig anwesend sind, wegziehen zu lassen. Wir erahnen, was der Zustand der Absichtslosigkeit sein kann, ganz mit sich zu sein. Es folgt ein bisschen Theorie. Wir folgen dem sich wandelnden Verständnis von Spiritualität durch die Geschichte. Am Nachmittag wird es dann richtig spannend. Es geht um die eigene Spiritualität. In kleinen Gruppen gehen wir der Frage nach, was für uns Kirche ist, was für uns Religiosität ist und was die eigene Spiritualität ausmacht. Wir sind überrascht. Jeder hat seine eigene Geschichte damit, sucht noch oder findet die eigene Antwort. Und letztlich wird deutlich, dass Spiritualität das ist, was jeder Einzelne dafür hält. Das Ergebnis verblüfft und weist den Weg auch in der Hospizarbeit, in der Begleitung der Menschen im Hospiz oder als Angehörige. Sie haben jeder für sich eine ureigene Spiritualität. Es gilt sie achtsam wahrzunehmen, mit ihr in Resonanz zu gehen und vielleicht wird daraus eine tiefe spirituelle Begegnung, die Heilung und Kraft für die Seele bringt.

Am Sonntag arbeiten wir mit einem indianischen Text. Er bringt uns mit den existenziellen Grundfragen, die jeden Mensch betreffen, in Kontakt. Die Gedanken, die er auslöst, sind tief und verändern. Sie machen deutlich, dass Spiritualität in jedem von uns ist, im Alltag und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Danach endet dieses Wochenende mit einem Brief an uns selbst. Irgendwann, wenn wir vielleicht nicht mehr daran denken, wird er per Post eintreffen und uns von den Erfahrungen und tiefen Eindrücken berichten, die wir hier in der Wasserburg Rindern machen durften.

Beitrag von Ulrich Schneider – Redaktionsgruppe

Aktuelle Information zu Treffen der Ehrenamtlichen

Liebe Ehrenamtliche,

der aktuelle Lockdown und die Hygieneschutzverordnung erfordern die Absage aller Gemeinschaftsveranstaltungen. Dazu gehören die Supervisionen, die Gesprächskreise und das Treffen der Ehrenamtlichen am Jahresanfang. Wir werden das Jahresprogramm bekannt geben, sobald die Lockerung der Einschränkungen Gemeinschaftsveranstaltungen wieder zulässt. Lasst uns bis dahin im telefonischen Kontakt bleiben.

Liebe Grüße und bleibt gesund!

Ina de Cruppe, Koordinatorin

+ + + Absage der Mitgliederversammlung + + +

Die aktuelle Verschärfung der Kontaktregelungen im Rahmen der Corona-Schutzverordnung veranlassen den Gelsenkirchener Hospiz-Verein die für Montag den 2. November 2020 einberufene Mitglieder-Versammlung 2020 abzusagen. Wir bitten um Verständnis!

Seien Sie behütet und bleiben Sie gesund!

Pfr. Henning Disselhoff, Vorsitzender

Befähigung in Coronazeiten

Wir gratulieren den 8 Teilnehmerinnen zum Abschluss ihres Befähigungskurses „Sterben und Trauer begleiten“ am 6. September 2020. Eigentlich sollte der Kurs, der im August begonnen hatte, im Juni 2020 abgeschlossen werden. Doch dann kam Corona. Der Lockdown im Frühjahr war nicht eingeplant. Der Schulungsraum im Liebfrauenstift der Caritas wurde ad hoc gesperrt. Außenstehende durften das Pflegeheim nicht mehr betreten. Auch andere und private Räumlichkeiten standen unter Quarantäne. Es blieb nichts anderes übrig, als mit den Lernmitteln der Ausbilder und über das Telefon in Kontakt zu bleiben. Es ist nicht einfach, unter solchen Bedingungen Termine zu koordinieren und die Kursplanung einzuhalten. Für vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer führte diese Ausnahmezeit dann auch zum Kursabbruch. Mit der Lockerung der Quarantäne wurden dann Treffen unter Einhaltung der Hygieneregeln im evangelischen Gemeindehaus Bulmke wieder möglich.

Der 6. September war der heiß ersehnte Abschlusstag. Pfr. Henning Disselhoff als Vorstandsvorsitzender des Gelsenkirchener Hospiz-Vereins dankte den Teilnehmerinnen für ihr Engagement und Durchhaltevermögen. Dann wurden die Zertifikate und eine Sonnenblume von den Ausbildern Ina de Cruppe (Koordinatorin und Palliative-Care Fachkraft) und Hermann-Josef Weßels (Supervisor) überreicht. Natürlich „coronagemäß“! Anschließend war „Masken-Ball“. Bei Kaffee und Kuchen fragte ich nach der Motivation. Von Stefanie W. (51), die ihren Vater begleitet hatte, erfuhr ich: „Die finale Phase miteinander erleben zu dürfen berührt mich und ist erfüllend für mich. Der Tod hat mich immer interessiert. Die Vielfalt der Horizonte, so vielfältig kann der Tod sein.“ Gabi B. (53) pflegte drei Jahre ihren Mann bevor er starb. Ihr Herzenswunsch ist es, „anderen zu helfen, Angehörige mit Zuspruch zu begleiten und Erfahrungen auszutauschen“. „Das tut mir gut, so normal und selbstverständlich wie möglich damit umzugehen.“

Man kann spüren, der Kurs befähigt für das hospizliche Engagement mit seinen vielfältigen Inhalten und den interessanten Menschen. Er gibt Sicherheit und es können echte Freundschaften entstehen. Zu unserer großen Freude bleiben uns unsere „Finalen Acht“ aktiv erhalten.

Redaktionsgruppe, Ulrich Schneider

 

Coronavirus!

Aufgrund der allgemeinen Infektionsgefahr durch den Coronavirus finden bis auf weiteres unsere Veranstaltungen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregelungen sowie der Infektionsschutzbestimmungen statt.

Kursabschluss 2019

Seit 9 Monaten haben sich 12 Frauen auf ihren Einsatz in der Sterbebegleitung vorbereitet. Am 18. Mai war Kursabschluss. Grund genug, noch einmal auf den gemeinsamen Weg zu schauen und sich für den zukünftigen Einsatzort zu entscheiden. Die Kursteilnehmerinnen sind sich einig: Der Befähigungskurs hat uns Sicherheit für unsere Aufgabe gegeben. Die Kursinhalte waren sehr hilfreich, die eigene Betroffenheit im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu klären und zu neue Erfahrungen zu machen. Und ganz nebenbei sind neue Freundschaften entstanden.

Pflegedienstleitung Birgit Skrzypczak freut sich auf die Unterstützung in der Begleitung Sterbender im Liebfrauenstift. Eine Aufgabe, die ohne den ehrenamtlichen Einsatz bestimmt nicht so gut zu leisten wäre wie durch Menschen, die Zeit schenken. Dafür gilt ihr ganz besonderer Dank. Ulrich Schneider, Vorstandsmitglied im Gelsenkirchener Hospiz-Verein, dankte für das große Engagement in einem anspruchsvollen Ehrenamt. „Ehrenamt funktioniere nur, wenn die Wertschätzung stimmt.“ Dass die Wertschätzung im Befähigungskurs gestimmt hat, wird bei der abschließenden Kurskritik deutlich.  Ina de Cruppe (Koordinatorin) und Hermann-Josef Weßels (Supervisor und Ausbilder) erhalten viel Anerkennung für ihre einfühlsame und kompetente Arbeit. Beide bedanken sich bei den Teilnehmerinnen für das Engagement und beim Caritasverband Gelsenkirchen für die Gastfreundschaft und gute Verpflegung im Liebfrauenstift. „Es sei ein Zeichen für die sehr gute Zusammenarbeit. Wir hoffen, dass wir auch weiterhin hier Gast sein dürfen“.

Bei der anschließenden Überreichung der Kurs-Bescheinigung mit einem Blumengruß und einem kleinen Geschenk wird die Freude aller Beteiligten ganz deutlich sichtbar.

 

Der Info-Abend zum neuen Kurs „Sterben und Trauer begleiten“ findet am

Mittwoch, 5. Juni 2019 ab 17 Uhr

in den Räumen der Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen, Ahstraße 9, 45879 Gelsenkirchen

Anmeldung  erwünscht. Tel. 0209 1798930

„Sterben und Trauer begleiten“: Kurs erfolgreich abgeschlossen

Vor einigen Tagen bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Befähigungskurses „Sterben und Trauer begleiten“ ihre Zertifikate und können nun Sterbende betreuen. 11 Frauen und 2 Männer haben sich seit September 2017 in rund 90 Stunden Schulung auf ihre Aufgabe der Begleitung Sterbende vorbereitet.

„Die Kursinhalte sollen für das anspruchsvolle Ehrenamt befähigen. Selbsterfahrung und die Auseinandersetzung mit eigenen Themen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Vermittlung praktischer Fähigkeiten und Kenntnisse stehen dabei im Mittelpunkt“, erklärt Ulrich Schneider (Gelsenkirchener Hospizverein).

Teilnehmerin Melanie Peick teilt ihre persönliche Erfahrung: „Ich konnte aus der Hektik des Alltags selbst wieder zur Ruhe kommen.“ Und weiter: „Der Kurs war bereichernd“ und sei eine Hilfe bei der Aufarbeitung eigener Themen gewesen. Drei Familienangehörige habe sie vor dem Kurs begleitet.

Teilnehmerin Monika Hribernigg hat vor Jahren bereits eine Demenz-Schulung abgeschlossen und „viel mit Sterben zu tun gehabt“, wie sie sagt. Ihr Anliegen sei es, den Sterbenden und auch den Angehörigen „ein bisschen Sonnenlicht“ zu bringen.

Bei der Zertifikatsübergabe bekamen die Referenten – Ina de Cruppe (Koordinatorin des Gelsenkirchener Hospizvereins) und Hermann-Josef Wessels (Dipl. Theologe und Supervisor) – großen Applaus von den Teilnehmenden.

Im September beginnt ein neuer Kurs. Einige Plätze sind noch frei. Informationen zum Engagement als Sterbebegleiter und zum neuen Kurs können unter der Telefonnummer des Gelsenkirchener-Hospiz-Vereins 0209/ 8182352 erfragt werden.

Text mit freundlicher Erlaubnis von der Caritas Gelsenkirchen.

Neue Ehrenamtliche verstärken unser Team

(v.l.) Pfr. H. Disselhoff, I. de Cruppe, E. Lückemeier, B. Schade, F. Schmitke, E. Karwoski, I. Biedermann, S. Bleibinger, B. Kleine, V. Leißing, P. Ripphausen, P. Spangenkrebs, M. Junker, A. Lala, H.J. Wessels
(v.l.) Pfr. H. Disselhoff, I. de Cruppe, E. Lückemeier, B. Schade, F. Schmitke, E. Karwoski, I. Biedermann, S. Bleibinger, B. Kleine, V. Leißing, P. Ripphausen, P. Spangenkrebs, M. Junker, A. Lala, H.J. Wessels
(v.l.) Pfr. H. Disselhoff, I. de Cruppe, E. Lückemeier, B. Schade, F. Schmitke, E. Karwoski, I. Biedermann,
S. Bleibinger, B. Kleine, V. Leißing, P. Ripphausen, P. Spangenkrebs, M. Junker, A. Lala, H.J. Wessels

13 neue Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter haben im Mai 2016 ihre Zertifikate für den Kursabschluss „Sterben und Trauer begleiten“ erhalten und unterstützen nun den Hospizverein Gelsenkirchen e.V. in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen.

Seit August 2015 hatten sich die aktuellen Absolventen – 11 Frauen und 2 Männer -in rund 90 Kursstunden auf ihr anspruchsvolles Ehrenamt vorbereitet.

Absolventin Birgit Kleine sagt über den Kurs: „Die Gruppe war sehr bereichernd. Jetzt habe ich eine andere Sicht auf das Sterben, das Begleiten und darauf, die Stille auszuhalten.“ Mitabsolventin Birgitt Schade ergänzt: „Die Stimmung im Kurs war sehr gut, harmonisch, ehrlich und offen. Es gab auch Tränen im Umgang mit dem eigenen Sterben und dem Sterben in der eigenen Familie. Der Umgang mit den eigenen Ängsten war eine Herausforderung. Ich habe viele Freunde gefunden und wir werden in Kontakt bleiben.“

Die Redaktionsgruppe stellt vor :

Dirk Blum – Bestatter mit Leib und Seele
Dirk Blum – Bestatter mit Leib und Seele
Dirk Blum – Bestatter mit Leib und Seele

Bestwig im Hochsauerland. Im Bergkloster ist Bildungswochenende. In der Seminarleitung ist er zum ersten Mal dabei, Dirk Blum, Vorstandsmitglied und Bestatter. Wie passt das zusammen; Hospizverein und Bestatter? Mit Interesse hören wir zu, was er berichtet, wie er denkt und was er tut. Uns wird klar, hier ist jemand, der macht keinen Job, der lebt seine Berufung.

Wir stellen ihn vor:

Seine Arbeit ist ihm eine Herzens­angelegenheit. Handwerkszeug ist das Gespräch. Als geprüfter Bestatter, ausgebildeter Trauerbegleiter und angehender Mediator und Supervisor ist für ihn Beratung auch Seelsorge. Indem er sich bemüht, „ in sich eine verborgene Hoffnung, ein kleines mögliches Licht, das den Hinter­bliebenen Mut und Zuversicht schenkt, zu entdecken“, schenkt er Kraft für die Zeit der Neuorientierung. Die Art der Zugewandtheit, seine Präsenz im Gespräch, seine Herzenswärme und Empathie inspirieren die Trauernden, sich auf das neue Leben einzulassen. Manchmal ist es auch schwer, wenn von Negativität, Erniedrigung, Streit und Hass das Zusammenleben geprägt haben. Dann ist es besonders schwer allen Beteiligten mit Sensibilität und Würde zu begegnen.

Dirk Blum weiß aus Erfahrung um die Kraft von Ritualen. Darum organisiert und begleitet er Kurzreisen für Trauernde. Sie schaffen den Raum, der Trauer Ausdruck zu geben.
Ohne die Kraft seines Glaubens und das Gespräch mit Gott im Gebet könnte Dirk Blum seine Arbeit nicht tun. Bereits als 11 Jähriger hat er sich kirchlich engagiert. Heute ist er als Prediger in der Emmausgemeinde engagiert. Mit Begeisterung und ganz besonderer Freude berichtet er von seiner Ordination im Jahre 1998. Er sieht seinen Lebensweg vom Prediger zum Bestatter als einen Weg der Berufung. „Eine Arbeit, die aus und mit dem Herzen getan wird, wird immer von Erfolg gekrönt sein.“

Sein Leitgedanke ist : „All Eure Dinge lasst in der Liebe geschehen“ (1. Kor. 16,14).

Sein besonderer Herzenswunsch ist es, dass der Hospizgedanke stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rückt. Darum war es für Pfr. Disselhoff nicht schwer, ihn für die Mitarbeit im Vorstand des Gelsenkirchener Hospiz-Vereins zu gewinnen. Wir glauben, es ist ein Hauptgewinn. Seine Menschlichkeit, seine Freude und sein Humor begeistern nicht nur uns.

Die Redaktionsgruppe